Deutschland 03.12.21 17:02

Jupiter

Mit bloßem Auge erstrahlt er als zweithellster Planet – durch ein Teleskop zeigt er Streifen und Monde

Nacht vom Sonntag, 24.10.2021 auf Montag, 25.10.2021

Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung des Planeten Jupiter sind akzeptabel. Jupiteraufgang ist am 24.10.2021 (So) um 16:03 Uhr und Jupiteruntergang am 25.10.2021 (Mo) um 01:27 Uhr. Beobachtbar ist Jupiter nach der Abend- und vor der Morgendämmerung und zwar 6 Stunden 39 Minuten lang vom 24.10.2021 (So) um 18:11 Uhr bis zum 25.10.2021 (Mo) um 00:51 Uhr. Die maximale Horizonthöhe des Planeten Jupiter während dieser Zeit beträgt 24°. Die Konstellation der Jupitermonde ist Ganymed–Europa–Jupiter–Io–Callisto.

Konstellation der Jupitermonde

In der Nacht vom Sonntag, 24.10.2021 auf Montag, 25.10.2021

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E
= Europa;
G
= Ganymed;
C
= Callisto;
I
= Io;
R
= Großer Roter Fleck;
ES
= Europas Schatten;
GS
= Ganymeds Schatten;
CS
= Callistos Schatten;
IS
= Ios Schatten; Gelber Hintergrund = Tageslicht/helle Dämmerung; Grauer Hintergrund = Nacht; Orangene Linie = Höhe des Jupiters über dem Horizont (0-45°); Verschieben Sie die gestrichelte Linie, um die Jupiter-Mond-Konstellation zu verschiedenen Zeitpunkten zu sehen.





Über die Jupiter-Beobachtung

Warum lohnt sich die Beobachtung des Jupiters?

Der Jupiter ist bekannterweise der größte Planet unseres Sonnensystems. Trotz seiner Entfernung gehört er dadurch zusammen mit der Venus zu den zwei hellsten Planeten am Himmel. Jupiter ist wie Saturn ein riesiger Gasplanet. Im Gegensatz zum Saturn hat Jupiter jedoch keine sichtbaren Ringe zur Beobachtung im Angebot. Trotzdem kann er durch ein Teleskop mit mindestens drei Highlights aufwarten:

  1. Die Wolkenbänder
  2. Der große rote Fleck
  3. Die vier sichtbaren Monde

Jupitermonde

Eine Vielzahl von Monden umkreisen Jupiter. Vier Monde sind groß genug, um durch Amateurteleskope gesehen zu werden. Sie werden Galileische Monde genannt, zu Ehren von Galileo Galilei, der sie bereits im 17. Jahrhundert durch sein Fernrohr sichtete und seine Beobachtungen schriftlich dokumentierte. Wenngleich die Jupitermonde von der Erde aus betrachtet winzig erscheinen, haben sie ungefähr die gleiche Größe wie unser Erdmond.

Io, Europa, Ganymed und Callisto sind ein abwechslungsreiches Studienobjekt, da sie ihre Position in Relation zum Jupiter und zueinander ständig verändern. Jede Nacht bieten Sie ein anderes Bild und schon während einer einzigen Nacht kann man ihre Wanderung um den Jupiter gut verfolgen. Für einen Umlauf um den Jupiter brauchen sie zwischen knapp zwei (Io) und knapp 17 (Callisto) Erdtage.

Das folgende – mit relativ einfachen Mitteln geschossene – Foto gibt gut wieder, was die eigenen Augen bei einem Blick durch ein Amateurteleskop als "Ersteindruck" erwartet:

Mit Smartphone(!) durch ein Teleskop geschossen (Newton-Teleskop, 20cm Spiegeldurchmesser, 120cm Brennweite, am PC nachbearbeitet)

Schattenspiele

Es gibt diverse Jupitermond-Ereignisse. Wenn einer der Monde zwischen Jupiter und der Sonne steht, wirft er einen Schatten auf die Jupiteroberfläche. Andersherum tauchen natürlich auch die Monde selbst in der Schatten des Jupiter ein und sind dann unsichtbar. All diese Effekte lassen sich zeitlich exakt vorausberechnen.