HIGHLIGHTS IM OKTOBER 2026
Die Nächte werden wieder länger
Planeten
Saturn, Mars und Jupiter sind im Oktober über weite Strecken zeitgleich am Morgenhimmel zu sehen und bilden einen Bogen entlang der Ekliptik.
Die beste Sichtbarkeit weist der Saturn auf. Am 4. Oktober erreicht er seine Opposition. Das bedeutet, dass die Erde zwischen Saturn und Sonne liegt, wodurch der Saturn die ganze Nacht hindurch am Himmel steht. Egal, ob am Abend im Osten, um Mitternacht im Süden oder am Morgen im Westen – der Saturn ist immer gut zu beobachten. Er erreicht dabei seine maximale Leuchtkraft in diesem Jahr. Sein Ringsystem ist rund 8 Grad geöffnet, was okay ist, aber nicht hervorragend.
Der Jupiter geht am Monatsanfang gegen 3 Uhr auf, während Mars bereits etwas früher erscheint. Im weiteren Monatsverlauf gehen beide Planeten immer früher auf und werden bereits vor Mitternacht sichtbar.
Deep Sky
Besonders gute Bedingungen für lichtschwache Deep-Sky-Objekte herrschen rund um den Neumond am 10. Oktober. Zwischen dem 7. und dem 17. Oktober ist es mehr als 8 Stunden am Stück dunkel. Die Dunkelheit beginnt gegen 20:30 Uhr. Die genauen Zeiten findet ihr auf unserer Seite über dunkle Nächte.
Hier ein paar Klassiker für den Oktober, die alle in der erwähnten Zeitspanne gut beobachtbar sind:
- Andromedagalaxie
- Dreiecksgalaxie
- Cirrusnebel
- Nordamerikanebel
- Plejaden (fürs Fernglas statt Teleskop!)
Sternschnuppen
Gleich zu Monatsbeginn lohnt sich außerdem ein Blick nach Norden: Der (recht schwache) Meteorstrom der Draconiden erreicht in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober sein Maximum. Anders als viele andere Meteorströme beobachtet man die Draconiden am besten bereits am Abend, weil ihr Radiant früh am Himmel hoch steht. 2026 sind die Bedingungen besonders günstig, denn am 10. Oktober ist ja Neumond (wie wir vorherigen Abschnitt bereits erwähnt haben). Unter dunklem Himmel sind theoretisch bis zu etwa 5 Sternschnuppen pro Stunde möglich.
In der zweiten Monatshälfte folgen die Orioniden. Der Meteorstrom, dessen Teilchen vom Kometen Halley stammen, erreicht sein Maximum in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober. In der ersten Nachthälfte stört der Mond noch. In der zweiten Nachthälfte – der Zeit, wo der Meteorstrom grundsätzlich intensiver wird – verschwindet der Mond. Um 5 Uhr morgens sind in der Stadt 2, in der Nähe von Kleinstädten 4 und weit draußen auf dem Land 10 Sternschnuppen pro Stunde realistisch.
Käsemond
Vollmond ist am 26. Oktober. Dann scheint der Mond die ganze Nacht über auf uns herab. Mögt ihr es romantisch? Schaut gegen 18:00 Uhr nach Osten. Der Vollmond müsste – je nach Menge der Staubpartikel in der Atmosphäre – eine schöne gelbliche Färbung aufweisen, da er nur 10 Grad über dem Horizont steht.
Zeitumstellung
Es ist zwar kein astronomisches Event, aber trotzdem relevant: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren wieder zurückgestellt. Sonnenuntergang ist dann nicht erst gegen 18:15 Uhr, sondern schon gegen 17:15 Uhr. In den Herbst- und Wintermonaten ist so manche Beobachtung schon am frühen Abend möglich.
Viel Spaß im Oktober!
Alle Angaben beziehen sich hauptsächlich auf die Region Mitteldeutschland (Frankfurt am Main).
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