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Sternschnuppen

Kleine Gesteinskörnchen, die in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen, nennt man Meteore. Ihr Niedergang äußert sich in einer Sternschnuppe. Als Meteoriten bezeichnet man so einen Gesteinsbrocken übrigens erst, wenn er nicht vollständig verglüht, sondern auf der Erde einschlägt.

Eine einzelne Sternschnuppe kann jederzeit vom Himmel fallen. Jedes Jahr gibt es aber auch Zeiten besonders intensiver Aktivität – sogenannte Meteorströme oder Meteorschauer. Auf den folgenden Seiten finden Sie nähere Informationen und detaillierte Prognosen zu den wichtigsten Sternschnuppen­nächten.

Wie sich Sternschnuppen am Himmel verteilen

Was interessant ist: Alle Sternschnuppen eines Stroms scheinen von einem einzigen Punkt am Himmel auszugehen – dem sogenannten „Radianten“. Das lateinische Verb „radiare“ bedeutet so viel wie „strahlen“ oder „ausstrahlen“. Wie das konkret am Himmel aussieht, zeigt die folgende Abbildung.

Sternschnuppen scheinen von einem Punkt auszugehen

Die eigentliche Strichspur, also die eigentliche Sternschnuppe, erscheint zwar jenseits des Radianten, aber wenn man alle Sternschnuppen eines Meteorstroms nach hinten zu ihrem Ursprungsort verlängert, dann liegt der Schnittpunkt dieser gedachten Linien im Radianten. Der Radiant ist also der scheinbare Ausgangspunkt der Meteore, der Punkt von dem sie „ausstrahlen“.

Die Meteore eines Meteorschwarms treten parallel in die Erdatmosphäre ein und verglühen mehr oder weniger einheitlich, wirken von unserem Standort aber so, als würden sie (1.) in verschiedene Richtungen fliegen und (2.) unterschiedlich lang sein. Schauen wir uns dazu das folgende Schaubild an.

Parallele Sternschnuppen und ihre unterschiedliche Erscheinung für den Betrachter

Die Leuchtspur von Sternschnuppe A wird richtig lang und wir sehen sie, wenn wir unseren Kopf in den Nacken legen (oder uns auf die Wiese legen). Sternschnuppe B ist viel kürzer (für uns). Sie fliegt von unten nach oben. Sternschnuppe C ist sogar noch ein klein wenig kürzer. Und sie fliegt nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten.

Obwohl sie alle parallel fliegen und in diesem Beispiel sogar gleich lang sind, scheinen sie in verschiedene Richtungen zu fliegen und unterschiedlich lang zu sein. (In der Realität sind Sternschnuppen per se unterschiedlich lang, da größere Steinchen längere Strichspuren erzeugen und kleinere Steinchen kürzere Strichspuren.)

So kommt also der im vorletzten Bild gezeigte optische Effekt für den Beobachter zustande.

Wo soll man denn nun hinschauen?

Einfach nach oben schauen! Am besten legt man sich auf eine Decke oder direkt ins Gras, wenn die Temperaturen mitspielen, und blickt schnurstracks nach oben. So sieht man maximal viel Himmel.