M31 Andromedagalaxie
Nacht von Montag, 13.07.2026, auf Dienstag, 14.07.2026
Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von M31 (Andromedagalaxie) sind mäßig bis akzeptabel. Am besten beobachtbar ist M31 wenn es richtig dunkel ist und zwar 1 Stunde und 11 Minuten lang vom 14.07.2026 (Di) um 01:38 Uhr bis zum 14.07.2026 (Di) um 02:49 Uhr. M31 ist hoch am Himmel im Osten zu beobachten. Die maximale Horizonthöhe von M31 beträgt 51°.
Alles, was wir am Himmel sehen, ist weit weg – so viel ist uns klar. Egal ob es sich um den Mond, die Sonne, Planeten oder Sterne handelt. Aber welches mit bloßem Auge, also ohne Fernglas oder Teleskop, sichtbare Objekt ist das am weitesten entfernte? Es ist die Andromedagalaxie.
Wie weit ist Andromeda weg? Die Entfernung wird auf 2,5 Millionen Lichtjahre geschätzt. Das ist zwar weit, aber trotzdem ist Andromeda eine Nachbargalaxie.
Vom Stadtbalkon aus wird aus diesem Anblick allerdings nichts. Um die Andromedagalaxie wirklich ohne Hilfsmittel sehen zu können, braucht man einen sehr dunklen Himmel – weitab von Städten und ihren Lichtquellen. In der Nähe von Siedlungen benötigt man doch ein Teleskop oder zumindest ein Fernglas.
Was sieht man? Nichts weiter als einen nebligen Fleck ohne Struktur. Das coole daran: So unscheinbar dieser Fleck auch aussieht – es handelt sich um eine eigenständige Galaxie. Alle Sterne, die wir mit bloßem Auge am Nachthimmel sehen können, gehören zu unserer eigenen Galaxie. Sogar alle Sterne, die wir durch unser Amateurteleskop beobachten, gehören zu unserer eigenen Galaxie. Doch dieser kleine Nebelfleck ist eine Galaxie für sich. In diesem Nebelfleck gibt es nochmal so viele Sterne wie in unserer eigenen Galaxie! (Wahrscheinlich sogar mehr. Aber ich habe nicht nachgezählt.) So unscheinbar dieser Nebelfleck auch aussieht: Die Vorstellung davon, was in diesem einen Fleck alles drin steckt, kann einem die Schuhe ausziehen.
- Was sieht man durchs Fernglas? Einen ovalen Nebelfleck.
- Was sieht man durchs Teleskop? Ehrlich gesagt, zumeist auch nur den besagten Nebelfleck. Es gibt ein helles Zentrum und die Außenbereiche sind weniger hell. Größere Teleskope lassen die Begleitgalaxien M32 und M110 sichtbar werden.
- Was sieht man fotografisch? Jetzt wird es spannend. Schon eine » normale « Kamera kann – montiert mit einer Nachführung(!) – die Spiralstruktur Andromedas abbilden. Und je besser das Equipment und größer die Erfahrung wird, desto mehr lässt sich abbilden. Die Andromedagalaxie wird nach wie vor sowohl von Einsteigern als auch von Profis fotografiert.
M31 finden
In der Mitte der roten Kreise befindet sich M31. Die roten Kreise entsprechen den Markierungen eines Telrad-Suchers: 0,5 Grad, 2 Grad und 4 Grad. Der Kartenausschnitt ist insgesamt 70 Grad breit und hoch. Anhand der markanten Sternbilder findest das gesuchte Objekt. Hellere Sterne werden als größere Punkte dargestellt. Das bedeutet, dass du die besonders dicken Sterne auch bei schlechteren Sichtbedingungen (Stadtnähe) als Orientierung nutzen kannst. Außerdem sind die Sterne abhängig von ihrem Farbindex blau bis orange eingefärbt. Blaue Sterne sind heißer, rötliche kühler.